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Der Alte und das Fahrrad

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Sie radelten langsam, sogar sehr langsam, eben so, dass sie nicht aus dem Gleichgewicht kamen. An der ersten Ecke blieb der Pope gemäß dem orthodoxen Ritus stehen; auch die Träger der Kirchenfahnen und vorne das Kind mit dem auf dem Lenkrad scheppernden Blechkreuz und die trauernden Verwandten und alle hinter dem Sarg einher Schreitenden hielten an. Dann schnürte er seine Kehle auf und entließ ein Lied in die Freiheit, das dem Alten eine Träne in die Augen trieb. Für einen Augenblick sah er sich selbst in dem auf Fahrrädern gefahrenen Sarg und es wurde ihm weich ums Herz. Das Bild verschwamm, aber auch Mosch* Misail kehrte in die jetzt so schöne Wirklichkeit, in der er ja noch lebte, zurück. Er schüttelte über sich selbst spöttelnd den Kopf. „Herr, wie verrückt kann ich doch sein, dass ich an die mit der Sense denke!, sagte er und bekreuzigte sich mit einer nicht alltäglichen Gottergebenheit. Hernach wollte er sehen, ob sich ein Regen ankündigte oder nicht. Der Weg zum Friedhof war nämlich nicht gepflastert und bei Regen konnten die Fahrräder nicht bis dorthin fahren.  
„Zwei Anzüge trägt der Mensch nur einmal im Leben: den als Bräutigam und den als Toten“, sagte Mosch Misail noch, aber diesmal mit lauter Stimme und das war dann auch der letzte rückwärts gewandte Gedanke. Er saß in der Mitte des Hofes auf einem Stühlchen mit drei Beinen und handwerkelte am Torpedou* seines Zweirads. Etwas weiter weg lehnten am Zaun zwei frisch geklebte und gut aufgepumpte Kautschukmäntel. Mosch Misail wusste, wer ihm die Kautschuks durchlocht hatte, aber er stand nicht mehr in dem Saft, sich selbst Gerechtigkeit zu verschaffen und ins Gemeindehaus konnte er für solche Kleinigkeiten schon längst nicht gehen. Eigentlich war es niemand aus seinem näheren Umfeld recht, dass er mit seinen fünfundneunzig Jahren noch Fahrrad fuhr und wer auch sollte dich noch in diesem Fall beim Suchen des Täters unterstützen.  
Alles begann an jenem Tag, als er vom Feld kam und sagte „fertig“. Seit damals blieb für ihn die einzige noch etwas außergewöhnlich anmutende Tätigkeit das Fahrradfahren. Noch waren einige überzeugt, dass ein so sonderliches Benehmen und die ungewöhnlich langen Spazierfahrten einem fast Hundertjährigen als vorübergehende Verrücktheit nachgesehen werden müssten. Aber die Zeit verging und Mosch Misail radelte täglich mindestens zehn, fünfzehn Kilometer, wenn nicht auf der Europastraße E 54, die durch die Ortschaft führte, dann auf den verstaubten Feldwegen.  
Sein Fahrrad war eines der ersten im Dorf, eines dieser Räder von vor dem Krieg, bei denen nur das Gestell noch original zu sein schien und selbst die Speichen mit schwarzer Firnis gestrichen waren. Mosch Mitrea betrachtete das Zweirad als die größte Erfindung der Menschheit. Besser gesagt, der Alte äußerte sich so: „Die erste Erfindung war das Rad. Die zweite Erfindung war das zweite Rad. Die dritte war das Fahrradgestell...“   
Zweimal weinte er seinem Fahrrad nach. Das erste Mal, als der Präses der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft ihm mit seiner Scharetta* über das Hinterrad fuhr. Selbstverständlich lag das Fahrrad am Wegrand im Gras und es trug sich eben zu, dass auch der Präses ziemlich benebelt war. Das zweite Mal, als jemand es aus Versehen vor dem Wirtshaus bestieg und nach Hause fuhr. Das schmerzte ihn eigentlich am meisten: dass es verwechselt wurde. Denn eins hatte sein Fahrrad bis dahin nicht gelernt: auf sein Pfeifen zu kommen. Ansonsten machte und beförderte es schon alles, alles was man so von einem Ort zum anderen bringen kann. Es hatte absolut alle Wege des Dorfes abgestreift. „Ein Paar Sandale kostet mehr als ein neuer Schlauch“, behauptete er in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete, und es widersprach auch niemand, weil er eben recht hatte. In einem Dorf der Ebene, wo eine Straße Kilometer lang ist, bleibt jetzt das einzig schnelle und effiziente Fortbewegungsmittel das so banale Fahrrad. Der Alte streckte sich, erhob sich von dem Stühlchen, nahm aus einer Hosentasche etwas Hanfwerg, umkreiste circa zweimal die herumliegenden Ersatzteile, als würde er ihren Glanz bewundern, putzte sich die Hände mit dem Wergknäuel, ließ die Luft mit rituellen Bewegungen aus den Schläuchen und setzte sich wieder auf das Stühlchen, um mit dem Zusammenbau des Fahrrades zu beginnen.  
Die Sonne schmolz über dem Dorf; die Hitze strömte in Wellen durch die Straßen, die Häuser, die Dachböden; nicht einmal die tiefen Keller blieben verschont. Es war eine erdrückende Hitze, klebrig wie Pech. Etwas ungewöhnlich für einen Sommeranfang. Man tuschelte, dass selbst Mosch Misail ein solches Wetter noch nicht erlebt hätte, so alt er auch war. Die Siedlung lag öde da. Das Vieh war im Schatten erstarrt und die Quellen des Brunnens an der Nordseite des Dorfes waren versiegt.  
Am Anfang erstaunt, dann entrüstet warteten die Menschen auf den Regen. Auf den Feldern taten sich Risse auf, dass eine Kindshand bis an die Schulter hineinpasste und das Maislaub rollte sich zusammen und begannen zu welken. Der Regen ließ auf sich warten und die Schwüle beherrschte alles. Sogar Mosch Misail hatte den Stundenplan seiner Ausfahrten mit dem Veloziped geändert. Es wurde im Dorf erzält, dass der einzige kühle Ort unter dem Nussbaum läge, den der Alte vor fünfzig Jahren gepflanzt hätte.  
Unter dem Nussbaum aber hielt sich nur eine einzige Person auf: Mosch Misails Sohn, ein etwa fünfzig Jahre alter Mann, so alt wie der Baum. Er saß bis zum Hals unter Wasser in einer Wanne aus verzinktem Blech und las die Lokalzeitung. Nachdem er die Sportrubrik einige Mal durchgelesen hatte, zerknüllte er vor Langeweile das Blatt und warf es weg. Dann fixierte er seine Blicke auf das vernickelte Gehäuse des Radiorecorders seines Sohnes, welcher fahrlässig an einem Ast hing. Er wartete auf die volle Uhrzeit, um die Wettervorhersage zu hören. Seine Hoffnungen zerstoben aber immer wieder. Die Hitze blieb weiterhin erdrückend. Der Wasserspiegel der Gewässer sank alarmierend. Gleichzeitig wuchs seine, also des Sohnes von Mosch Misail, genannt Ioan, Verzweiflung. Dazu trug auch das in letzter Zeit so komische Benehmen seines Vaters bei.  
Im Hauskorridor wusch Ioans Frau abwesend und dauernd stöhnend die Wäsche. Des Öfteren wendeten sich ihre Augen der Seele zu, fieberhaft nach einer haltbaren Idee suchend, aber immer nur den gleichen Abgrund voller verworrener Gedanken findend, die sie zwangen in die Realität zurückzukehren. Dann unterbrach sie für einen Augenblick das Waschen, sah wütend zur Wanne, in der ihr Mann Ioan herumplätscherte, dann zum am Saustall angelehnten Fahrrad des Schwiegervaters Misail, fuhr sich mit der nassen Schürze übers Gesicht, stöhnte, die Augen schließend, und nahm ihre Arbeit wieder auf.   
„Fertig, es gedenkt nicht mehr zu regnen. Ich glaube, Mosch Ilie ist in Rente gegangen“, hörte man irgendwann.  
Unter anderen Umständen hätte die Frau sich bekreuzigt, mit Appetit gelacht; jetzt aber murmelte sie nur etwas Unverständliches und setzte ihre Tätigkeit fort. Eine zugeschlagene Tür verhinderte Ioans Versuch ein Gespräch zu beginnen. Die Frau richtete sich auf. Ihr Gesicht, einst mal schön, verlor sofort seine Starrheit und der Schmerz im Kreuz durchfurchte es mit tiefen Gräben. Ioan schaute in den Garten und fluchte. Mosch Misail kam gerade aus dem Klosett und schnallte seinen Riemen zu. Dann wandte der Mann sich wieder der Frau zu. Ihr Schweigen bezüglich des Alten regte ihn auf. Er war sein Vater, auch wenn er ihm selbst ab und zu überdrüssig wurde. Es schien als wäre der Alte der Zeitkontrolle entkommen, aber er hielt sich noch aufrecht – schau, ich bin älter und trotzdem gerader als du, sagte er schon mal einem Jüngeren, aber Gebeugteren als er -, er rasierte sich noch mit seinem alten Rasiermesser – schau, dieses Rasiermesser hat einen Weltkrieg mitgemacht, lobte er sich ab und zu -, noch rülpste er nach einem üppigen Essen und ließ die Winde wehen.  
Ein andermal hätte er sie für seinen Vater geschlagen. Aber die Frau schwieg schon immer vorsichtshalber, nur sie wusste, was Schweigen für eine Frau bedeutet. Jetzt war es ihm gleichgültig, was ihr durch den Kopf ging, jeder denkt was und über wen er will, er kann sie nicht davon abhalten; es ist für einen Menschen nie zu spät seine eigenen Fehler zu erkennen und wenn sie ihre Meinung über den Alten aussprechen will, soll sie es doch tun. Obwohl er ungefähr ahnt, was in ihrem Kopf herumspuckt. Es sind die gleichen Sorgen über den rätselhaften Mosch Misail.  
Mosch Misail war ohne Sorgen in dem kleinen Häuschen neben dem Hinterhof eingeschlafen, einbalsamiert mit lebhaften Träumen. Er sah sich auf einer Straße ohne Ende gehen, gesäumt von langen Häusern der Ebene, immer wieder versuchend eins zu betreten, aber immer wenn er sich diesen schwarzen Tür- und Fensterlöchern näherte, merkte er, dass er das nicht schafft, und in diesem Augenblick stöhnte er, öffnete die Augen und schrie in panischer Angst: „Mario, wo bist du, Mario?“ Er rief nach Maria, seiner Frau, aber die weilte längst im Reich der Gerechten und wartete vielleicht auf ihn. Mosch Misail drehte sich um, noch immer ächzend, und schlief wieder ein und wieder hüllten ihn die Träume ein und wieder sah er diese unendliche Straße mit den unwirtlichen Häusern.  
In dem Kämmerchen neben dem Hinterhof hatte sich außer dem Bettzeug nichts geändert. Dafür sorgte seine Sohnsfrau, die einzige Frau im Haus. Oberflächlich geweißt, verbarg das Kämmerchen den gleichen desolaten Zustand, mit vergilbten Fotos in billigen Rahmen. Einen Ehrenplatz nahm das Hochzeitsbild Mosch Misails ein: glattes Haar wie geleckt, einen Scheitel in der Mitte, strenger, ernster Blick, todernst, ein k.u.k-Schwalbenschnurrbart, und das Bild der Urgroßmutter: traurig, ziemlich gebrechlich, mit einer Goldmünzkette am Hals und mit Kopftuch. Über dem Bett ein stolzer Husar, auch Mosch Misail, auf einem noch stolzeren Ross. Aber es war kein Schimmel und Mosch Misail prahlte nicht sonderlich mit diesem Foto. Neben dem Husar, im selben Rahmen, ein Bild mit einem amerikanischen Auto, ein Ford aus der Zeit der Prohibition und ein großer Typ, mit Hut, kurzem Schnurrbart und breiten Hosen. Es war Mosch Misails Bruder, seit etwa vierzig Jahren verschollen. Trotzdem blieb er der Bruder aus Amerika oder „dem Misail seiner aus America“.   
Unter dem Tisch, gluckste eine verspätete, hitzegeplagte Glucke in einem, mit Stroh ausgebetteten Weidenkorb.   
Im Keller saß auf einem Stühlchen, zwischen leeren, verstaubten Einweckgläsern der Sprössling der Familie, Mihai der Sohn, und las etwas aus einem dicken Buch. Las ist viel gesagt, denn die Reihen verschwammen ihm dauernd unter den Augen und trotz seiner fast verzweifelten Anstrengungen konnte er sich nicht konzentrieren. Seine Gedanken wurden immer vom gleichen Bild beherrscht, dem Antlitz seines Großvaters Misail. . . Von draußen hörte man das vergnügte Lachen des Vaters. Mihai runzelte die Stirn. Er hätte es in diesem Augenblick vorgezogen nichts mehr zu hören, nur schlicht und einfach vor sich hindösen. Er fand in diesem Zustand etwas Tierisches und war sich lediglich bewusst, dass er lebte. Nur dass er halt nicht dachte. Das Bild Mosch Misail tauchte wieder auf. Er wollte es verscheuchen, was aber nicht gelang. Irritiert sprang er auf und warf das Buch aufs Stühlchen, das einzige Stühlchen im Haus, das dem Großvater gehörte.  
Von draußen hörte man jetzt das Krähen eines Hahns. Seine spitzen Laute, irgendwie im Widerspruch zu den Temperaturen seiner Umwelt, zerrissen die Stille im Keller. Irgendwo aus der Nachbarschaft kam ein Echo und er krähte ein zweites Mal, ein drittes Mal und es schien, als wolle er nie mehr aufhören.    
- Er kräht nach Regen! – kommentierte Mutter aus dem Korridor.   
Mihai, der Sohn, kam aus dem Keller und wollte mit einem Stein nach dem Hahn werfen.   
- Lass ihn, du, er soll Regen bringen! - warf die Frau ein.   
Aufgescheucht, flog der Hahn in den Garten.   
- Schau nach, Weib, ob wir im Korridor Ameisenhaufen haben – war die Stimme des Vaters aus der verzinkten Blechwanne zu hören.   
- Gott bewahre! – brach es aus der in ihrem Hausfrauenstolz verletzten Gattin.   
Aus dem Häuschen drang ein Poltern. Auf der Schwelle erschien Mosch Misail in Unterhosen und gähnend.  
- Ich habe von einem weißen, fliegenden Hahn geträumt. Wisset, es kommt Regen! – sagte er in einem Ton eines Propheten.  
Mosch Misail war froh, dass es ihm schließlich doch noch gelungen war in eines der Häuser, welche die feindselige Straße aus seinen Träumen säumten, einzutreten. Aber, als würde er erst jetzt zu sich kommen, betrachtete er den Himmel, verschwand in seiner Kammer und erschien nach etwa zehn Minuten in einem schwarzen Anzug, schritt zum Fahrrad, prüfte den Reifendruck, drehte seine Augen zum Nussbaum und schob das Vehikel auf die Straße. Ioan sah zu seiner Frau und zwinkerte ihr zu, als wolle er ihr sagen: „Er unternimmt auch diesen Ausflug, von dem er dem ganzen Dorf erzählt hat, nur uns nicht. Er will eine Weltreise auf dem Fahrrad machen, der Arme!“   
Dann setzte die Familie, so als wäre überhaupt nichts vorgefallen, ihren Alltagstrott fort, bis Ioan mürrisch aus der Wanne stieg und das Badewasser an die Wurzeln des Nussbaums schüttete. Der Sohn, ebenso mürrisch, stellte den erhitzten Radiorecorder ab. Danach versuchte er, sich an einem der Äste hochzuziehen. Es gelang ihm nicht. Er zog seine Adidas aus und warf sie unter den Baum. Beim zweiten Versuch gelang es ihm den rutschigen Ast zu ergreifen. Er stützte sich mit einem Fuß am Stamm ab, kam aber ins Rutschen und ritzte sich den Knöchel auf. Der Schmerz des ersten Augenblicks gab ihm ein Gefühl der Kühle, aber dann regte ihn das Brennen auf.   
- Dass du nicht fällst! – sagte die Mutter.   
- Nimm die Leiter! – sagte auch der Vater.   
Der Sohn nahm die Leiter und stieg zwischen die zwei, vom Stamm ausgehenden Äste. Die glatte und warme Rinde kitzelte ihn an den Fußsohlen. Das war ein großartiges Glücksgefühl. Er stieg so hoch, bis die Äste ihm keine Sicherheit mehr gaben. Dort verspürte man sogar den Hauch eines Windes. Man sah den vor Hitze fast weißen Himmel. Man sah Specks Hof. Und den des Pele. Mihai spuckte in die Hände und rieb die angekratzte Stelle. Aus der Dorfmitte klang ein kaum vernehmbares Glockengeläut herüber. Nach einigen Minuten verschwand es und von irgendwo aus den Lüften hörte man einen Flügelschlag. Er sah auf. Eine Krähenschar flog still durch den Luftraum der Gemeinde in Richtung Norden. Verblüfft folgte er dem Zug, bis dieser am Horizont über einem Waldrand verschwand. Dann erschrak er. Es war nicht die Zeit, in der Krähen in der Regel von ihrem Festmahl heimkehrten. Einige Gedanken drängten nach Ausgestaltung, aber Mihai lehnte sie ab. Es war wahrlich kein Fall, um Freiräume für Spekulationen zu schaffen. Vielleicht hatte er gar nichts gesehen. Er hatte nichts gehört. Vielleicht schien es ihm nur so.  
Das grelle Licht blendete ihn und das Brennen in den Augen zwang ihn sie zu schließen. Als er sie wieder öffnete blickte er in den Hof vom Speck. Der war verödet, wie er ihn schon immer kannte, mit Zäunen ohne Bretter und an einer Seite ganz umgefallen. Das Haus mit den eingeschlagenen Fenstern, mit vernagelten Türen, mit bröckelnden Wänden, gestützt von schon faulen Akazienbalken verströmte Trostlosigkeit und Mihai spürte das Bedürfnis, etwas Fröhlicheres zu sehen. Und wirklich, im Nachbarhof hellte Pele den Anblick etwas auf. In einer schwarzen Unterhose mit seitlich aufgenähten roten Streifen, mit einem verschwitzten, über den Hosenbund hängenden Bauch, goss er sich gerade einen Eimer Wasser über den Kopf und begann in dem Wasserlachen herumzutanzen. Das Spektakel hielt nicht lange an, denn Pele verschwand aus dem Blickfeld, sich wahrscheinlich in Richtung des Schuppens mit dem Schnapskessel bewegend.   
Er schaute erneut über das Dorf, zu den in der Hitze versunkenen Feldern und dann, auf dem Friedhofsweg, bemerkte er einen Leichenzug, der ihm mindestens sonderbar vorkam; in dem alle, vom Priester bis zu dem Kind mit dem Kreuz, von der Menge in Trauerkleidern bis zu dem gelben Sarg, sich langsam, langsam, auf mit schwarzen Bändern umhüllten Fahrrädern fortbewegten. In diesem Augenblick eröffnete sich ihm die Wahrheit und er beeilte sich auf den Boden zu kommen. Mosch Misail hatte die lange Reise angetreten.  
Übersetzt von Anton Potche
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Mosch (rum.: moş) = Väterchen   
Torpedou (rum.: torpedo) = (Wellen-)Backenbremse   
Scharetta (rum.: şaretă) = einspännige, meist offene zweirädrige Kutsche
 
 
 
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